Hericium Erinaceus – Igelstachelbart, Affenkopfpilz

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Der Hericium erinaceus, auch Igelstachelbart oder Affenkopfpilz genannt, ist ein optisch eher skurriler Pilz. Er ist ein hervorragender Speisepilz, wird aber ebenso als Heilpilz geschätzt. Seine Aromastoffe verleihen ihm einen exotischen Geschmack, welcher an Meeresfrüchte mit einer leichten zitronenartigen und kokosähnlichen Nuance erinnert.

Die Vielzahl an Biovitalstoffen ist der Grund für seine hervorragenden Eigenschaften als Naturheilmittel.

 

Einsatzgebiete

Zur Pflege und Behandlung des gesamten Magendarmtraktes

Die TCM ordnet den Pilz in die fünf Organe Niere, Leber, Milz, Herz und Magen zu. Er ist heilsam bei allen Arten von nervösen und entzündlichen Magen- und Darmbeschwerden sowie Entzündungen der Speiseröhre. Gute Erfahrungen wurden auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn gemacht. Der Pilz fördert die Regenration der geschädigten Schleimhäute und reguliert die Säureproduktion, was insbesondere bei Sodbrennen und Refluxerkrankungen durch aufsteigenden Magensaft hilfreich ist.

 

Begleitend zur Schulmedizin bei Krebserkrankungen der Speiseröhre und Verdauungsorgane

Bei verschiedenen Krebsarten, insbesondere aber solche des Verdauungssystems, kann der Pilz ausserdem als effektive Ergänzung zur konventionellen Therapien eingesetzt werden. Hierbei ist auch seine Fähigkeit zur Stärkung eines geschwächten Immunsystems von besonderer Bedeutung.

 

Zur unterstützenden Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen – Alzheimer – Parkinson – Neuropathien

Von etlichen Inhaltsstoffen weiss man inzwischen, dass sie einen positiven Einfluss auf die Nervenzellen ausüben und die Funktionsfähigkeit des Gehirns erhalten helfen. Aus diesem Grund wird der Pilz zunehmend auch bei Nervenleiden, Schlaflosigkeit und Stresserkrankungen eingesetztz.

Kolotushkina et al. (2003) konnte mit Zellkulturen zeigen, dass der Pilzextrakt einen positiven Einfluss auf die Bildung der Myelinscheiden von Nervenzellen hat. Bei der MS (Multiplen Sklerose) werden diese wichtigen Sturkturen (Isolierschicht der Nervenzellen) zunehmend zerstört.

 

Psychisch ausgleichende Wirkung

Nagano et al. (2010) konnten durch die Einnahme des Pilzpulvers eine Verbersserung der psychischen Symptome bei Depression und Angstegefühle erzielen.

 

Immunstimulation

Die vorgenannten Wirkungen stehen unter anderem im Zusammenhang mit den enthaltenen speziellen Polysacchariden und Polypeptiden. Daneben gibt es aber auch Hinweise darauf, dass Hericenone und Erinacine die Produktion von Abwehrzellen und damit die körpereigenen Immunabwehr anregt.