Agaricus bisporus – Champignon

champignons

Der Champignon gehört zu den bekanntesten Pilzen überhaupt. Es gibt weltweit schätzungsweise 200 verschiedene Arten innerhalb der Gattung der Champignons wobei die meisten essbar sind.

Ferner enthält er sehr viele wertvolle Inhaltsstoffe wie konjugierte Linolsäure (CLA), Lektin, Vitamine, Aminosäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente.

 

Einsatzgebiete

 

Äusserlich bei Furunkeln, Abszessen und Entzündungen

Den Pilz zusammen mit Lilienwurzeln in Milch kochend zu einem Breiumschlag machen. Der Umschlag bringt auch Linderung bei Entzündungen und Schwellungen.*Nicholas Culpeper, „The Herbal“ 1648

 

Allgemein vitalisierende Wirkung, Stärkungsmittel

Sie stärken die Blutgefässe, helfen bei Zahnfleischbluten und verhindern das Auftreten von Pellagra, einer Erkrankung die durch eine Mangelversorgung an Vitamin B3 (Niacin) hervorgerufen wird.

 

Verdauungsförderung

Pilz kann gegessen oder als Tee eingenommen werden und wirkt positiv auf die Verdauung ein.

 

Blutzuckersenkung

Der traditionelle Einsatz der Pilze bei Diabetes aufgrund ihrer blutzuckersenkenden Eigenschaften konnten mittlerweile auch wissenschaftlich belegt werden (Gray et al. 1998). Der Champignon erhöht die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin und führt so zu dessen Wirkungsverstärkung. Eine blutdrucksenkende Wirkung ist aufgrund des enthaltenen Enzyms Tyrosinase wahrscheinlich (Hildebrand und Marquardt 1950).

 

Anregung der Milchsekretion

 

Krebsprävention

Viele Champignonarten enthalten Hydrazinderivate (Agaritin). Agaritin wird durch pilzeigene Enzyme natürlicherweise in eine Verbindung umgewandelt, die bemerkenswerte antibiotische und antineoplastische (Tumor – hemmend) Eigenschaften besitzt. Mit diesen Eigenschaften lassen sich zumindest teilweise die beschriebenen Schutzwirkungen bei Krebserkrankungen und die Wirksamkeit gegenüber Bakterien erklären.

 

Begleitend zur Krebsbehandlung

Im Zusammenhang mit einer krebshemmender Wirkung spielen Pilzinhaltsstoffe eine Rolle, die die Wirkung des Enzyms Aromatase verringern (Aromatasehemmer) (Grube et al. 2001, Chen et al. 2006). Dieses Enzym spielt eine massgebliche Rolle bei der Bildung der menschlichen Geschlechtshormone (Östrogen und Testosteron). Insbesondere bei Krebserkrankungen von Brust, Geschlechtsorgane und der Prostata besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem Gewebewachstum und dem Hormonspiegel. Aromatasehemmer werden auch bei handelsüblichen Medikamenten verwendet und bewirken eine Zellwachstumshemmung bzw. Beeinflussung, was insbesondere im Anfangsstadium und bei erfolgter konventioneller Behandlung eine wichtige Rolle spielt.